Question Ein Winter-Wochenende am Achensee

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Loudini created the topic: Ein Winter-Wochenende am Achensee

Vorbereitungen für das Achensee-Wintercamping

Der Feierabend ist da und wir haben nach der Arbeit angefangen den Camper zu packen. Wobei nicht viel hinein kommt, da wir ja nur das Wochenende am Achensee verbringen wollen um die Wintertauglichkeit zu testen. Aber trotzdem ein wenig nehmen wir jetzt schon mit und Lebensmittel werden wir am Samstag früh, wenn wir in Achenkirch ankommen im M-Preis Supermarkt einkaufen, da es dort auch gutes Frühstück gibt, das wir uns anschließend gönnen.



Aber was nehmen wir jetzt schon mit? Neben warmer Kleidung für die zwei Tage, wie z.B. Mütze und Handschuhe wird auch eine "warme Unterlage" mitgenommen. Diese hatten wir uns bei unserem Besuch bei Otts-Traumwelt in Welzheim , wo wir uns unsere Matratze für den Camper haben maßanfertigen lassen, auch gleich mit geordert. Diese ist passend für unten, würde aber auch oben im Aufstelldach passen und eine warme Auflage bieten.



Was mag denn für das Wochenende auf dem Plan stehen? In Pertisau gibt es z.B. Steinöl zu kaufen und wie es gewonnen wird, kann im angeschlossenen Museum besichtigt werden.
Auch für uns Geocacher gibt es einige Cacherunden die man gehen kann. Und für den Samstag Abend habe ich ja noch eine Überraschung für meine Frau, da sie ja kürzlich Geburtstag hatte, weshalb wir diesen ja am Achensee nachfeiern!



Jetzt geht es aber wieder in die Tiefgarage zum California, um noch den Wassertank etwas mit Frischwasser zu füllen und den Camper an "Landstrom" hängen, um die Batterien zu füllen. Dies ist wichtig, weil darüber die Standheizung läuft. Zwar wollten wir uns auf dem Platz an den Strom hängen, aber falls es doch anders kommt...! 

Gruß
LOUDINI


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Auf nach Achenkirch

Es ist Samstag früh, genauer gesagt war es so gegen 7:30 Uhr, als wir mit den restlichen Dingen die noch in den Camper sollten, fertig waren. Frische Milch, und etwas Butter wollten wir von zu Hause aus mitnehmen. Wir hatten uns nur eine Tasse Kaffee jeder gegönnt, denn unser erstes Ziel ist der M-Preis in Achenkirch. Dann ging es auch schon los. Knappe 180 km sollten vor uns liegen. Durch den 14 km langen "Arlberg Tunnel" ging es weiter in Richtung Innsbruck und bei Jenbach hoch zum Achensee.

Im Sommer ist Jenbach einen Stop wert, da man von hier aus in die Achenseebahn steigen kann. Seit nunmehr 125 Jahren fährt die Achenseebahn mit ihren 4 Dampflokomotiven und den Wagen aus der Gründerzeit an die Südspitze des Achensees und es wäre auch nur ein kleiner Fußweg nach Pertisau, das wir uns auch an diesem Wochenende ansehen wollen.
Wir sind beim M-Preis in Achenkirch angekommen und genießen das "süße Frühstück" mit viel Kaffee, um gestärkt später den vorgenommenen Einkauf hinter uns zu bringen.



Nach dem Einkauf, welcher für das Wochenende und die folgende Woche sein sollte, ging es weiter zum Caravan Park Achensee. SPF- Platz-Nr.: #5490  Schon als wir am Parkplatz vor dem Campingplatz vorbei fuhren, war dieser schon gut gefüllt mit Skifahrern. Denn das nahe gelegene Skigebiet " Christlum " ist nicht weit entfernt. Uns hatte man gesagt, dass der Stellplatz nicht voll sei. Aber als wir ankamen, gab es doch nur noch einen freien Platz, den wir sofort bezogen.



Im Normalfall ist die Übernachtung nur für einen Tag möglich, oder man sollte dies nur tun. Jetzt im Winter und zu Nebensaison wird das nicht so eng gesehen und als wir bei der Anmeldung den Wunsch äußerten bis nach 11:00 Uhr des darauf folgenden Tages zu bleiben, war es kein Problem. Man zahlt halt noch einen kleinen Aufpreis bei der Abreise. - Ich muss aber dazu sagen, den haben wir nicht zahlen müssen!

Wie man sehen kann, haben wir den "Deckel" auf und eine Mütze drüber. Wir wollten austesten, wie warm es im VW California wird und ob es möglich ist die Nacht oben zu verbringen. Also den Camper an Strom, sonst läuft die Standheizung über die Bordbatterie und die Standheizung an, auf Stufe 3 gestellt und zum aufwärmen einen Kaffee kochen.



Nach dem Kaffee stand ein Spaziergang über den eigentlichen Campingplatz auf dem Programm und eine Wanderung ein Stück den Achensee entlang. Schließlich wollten wir ja einmal schauen wo wir damals, also 2017 mit dem großen Wohnmobil gestanden hatten und den Entschluss fasten, nach Österreich auszuwandern.

Viel Spaß beim nachlesen und vielleicht Anregungen suchen
LOUDINI


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Spaziergang am Achensee

Der Camper steht, die Heizung läuft und wir haben dies auch vor. Zum einen wollen wir schauen, wo wir damals gestanden hatten und auch wie voll es auf dem Platz jetzt zu dieser Zeit ist. Bei der Anfrage ein paar Tage zuvor hatte man uns ja schon mitgeteilt, dass es im Moment nicht so voll sei. Und tatsächlich, der Platz ist wirklich nicht voll und unser damaliger Bereich ist sogar leer. Wenn wir genug Zeit hätten, dann würden wir bestimmt für ein paar Tage hier stehen wollen.





Jetzt geht es aber hinunter zum Achensee, der zu dieser Jahreszeit aber nicht mehr soviel Wasser hat. Von damals wussten wir, dass er im Winter immer weniger Wasser im See verbleibt. Der Wanderweg ist gut präpariert und so können wir unbesorgt bis zur gegenüberliegenden Seite laufen, hinüber zum alten und nicht mehr genutzten Hotel "Scholastika". Aber erst einmal müssen wir ja dort hin laufen. Eigentlich wollten wir auch noch etwas Geocache suchen gehen. Das hat zumindest für zwei Cache die wir gefunden haben, funktioniert.





Und dann stehen wir schon vor dem alten Hotel. Wie wir damals schon erfuhren, wird es auch bis auf einen kleinen Teil nie mehr genutzt wird. Der Ursprung war ein Zollhaus um 1495, das im Mittelalter für den Salzhandel bedeutsam war, der sich entlang der Trasse der heutigen Achenseestraße (seinerzeit ein Saumpfad) zwischen den Salinen von Hall in Tirol und München vollzog.
Aus der Zollstation entstand später ein Gasthaus, das 1880 von Matthäus Diechtl zum Grand Hotel im neogotischen Stil mit Erkern und Türmchen umgebaut wurde; daneben stand eine Kapelle. Von historischen Abbildungen ist die Gestalt der Anlage übermittelt. Der Name des Hotels geht auf den Vornamen von zwei Wirtinnen im 19. Jahrhundert zurück – mutmaßlich inspiriert durch die Benediktinerin Scholastika von Nursia, die am Achensee, der zur Benediktinerabtei St. Georgenberg gehörte, verehrt wurde.



Weiter den Wanderweg entlang findet man malerisch inszenierte Ruheplätze, allerdings ist das eher etwas für den Sommer. Zum Glück kann man jetzt überhaupt auf dem Wanderweg spazieren gehen. Sobald mehr Schnee oben auf der Bundestrasse liegt, ist dieser Weg gesperrt, da sobald der Schneeräumer oben fährt, der ganze Schnee unten auf dem Wanderweg landet und das könnte gefährlich werden, wenn von oben eine ganze Ladung Schnee unten landet.



Wir hatten aber auch nicht vor, bis zur anderen Seespitze zu laufen. Das wäre uns für heute doch etwas zu weit, zumal heute Abend noch eine Überraschung auf meine Frau und beste Tourenplanerin wartet, da sie ja die Woche Geburtstag hatte. Wir kamen also wieder auf einen Teil der Fahrstraße und plötzlich hörten das trampeln von Pferdehufen. Also schnell schauen woher dies kommt. Und da kam sie, eine Pferdekutsche auf kleiner "Seetour". Und man kann sie sogar für eine Tour buchen. Aber das sollte nicht die Überraschung sein. Die folgt später am Abend!



Schon eine ganze Weile schauten wir in den blauen Himmel, weil dort die ganze Zeit Paragleiter vor blauem Hintergrund zu sehen sind. Vom gegenüber liegenden Berg, also dem Skiort Christlum, starten diese vermutlich ihre Tour am Himmel. Mindestens drei Gleitschirme konnten wir am Himmel ausmachen. Je näher wir dem Campingplatz kamen, um so tiefer und auch näher kamen sie uns. Und was soll ich sagen, der Landeplatz war in unmittelbarer Lage zum Campingplatz. Was für ein Zufall!



Dann hieß es aber auch für uns, aufwärmen bei Kaffee und Kuchen im Camper und dann auch ganz langsam fertig machen für den Abend. Denn da wartet ja noch eine kleine Überraschung.

Also lasst euch auch überraschen!
LOUDINI


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Überraschung und Pertisau

Wir hatten schon eine ganze Weile im California verbracht als es dann hieß, "fertig machen für die Überraschung"! Also Tassen und Teller spülen, noch einmal im Bad frisch machen und doch etwas umziehen. Draußen wurde es schon langsam dunkel als wir uns auf den Weg in Richtung Achenkirch begaben. Je näher wir dem Ziel kamen umso eher glaubte meine Frau zu wissen wohin es denn wohl gehen mag. Und schon standen wir vor dem Restaurant, wo wir schon 2017 eingekehrt waren. Richtig, es sollte für diesen Abend wieder das See-Eck in Achenkirch sein.



Und auch dieses Mal hatte ich für 18:30 Uhr das vorbestellt, was wir bereits 2017 hier gegessen hatten. - Fondue für zwei Personen. Jenes gibt es allerdings nur zur Winterzeit und es muss auch vorbestellt werden. Ich hatte zur Auswahl, das klassische Fondue, es gab aber auch eine Asia Variante. Ich nahm wie damals die klassische Version.
Auf dem Tisch war schon alles vorbereitet. Nur der Topf mit der heißen Rinderbrühe fehlte noch. Also starten wir mit der Auswahl des Weines, bestellten ihn und genossen den ersten Schluck. Gereicht wurde auch noch eine große Flasche Tafelwasser. Nach einer Weile kam auch schon der Kellner mit frischen Salat über den wir uns direkt her machten. Nach einiger Zeit war es dann auch soweit für den Topf mit der heißen Brühe und wir konnten mit dem Fondue starten.
Neben drei Sorten Fleisch, Rind, Schwein und Huhn gab es auch noch verschiedenes Gemüse welches man in einem kleinen Sieb mit erwärmen konnte. Natürlich seien auch die verschiedenen Soßen noch erwähnt die mit dazu gehörten.



Wir wurden von den anderen Gästen im Lokal immer mal wieder angeschaut, denn die hatten nur das ganz normale Gericht aus der Speisekarte. Die kann sich aber auch sehen lassen! Die Zeit verging wie im Flug, aber bis zur Sperrstunde um 22:00 Uhr, welche hier in Österreich gilt, war noch etwas Zeit und so gönnten wir uns nach dem minimal Verzehr der übrig gebliebenen Brühe einen Espresso und für mich einen Obstler. Voll und zufrieden ging es zurück zum Stellplatz, wo der Camper schon auf uns wartete.

Jetzt mussten wir nur noch das Bett bauen. Warm genug war es im Camper auf alle Fälle. Die Entscheidung, ob ich oben schlafe, für meine Frau wäre es eh zu kalt, ersparte ich mir dann. Denn trotz Haube und einem kleinen Luftpolster zwischen Aufstelldach und Haube, war es doch zu kalt oben. Und so viel die Entscheidung auf dem warmen Fell, das wir mitgenommen hatten die Nacht zu verbringen, recht leicht.

Der nächste Morgen war da und wir losten aus, wer die Semmel im Shop holt. Ich erklärte mich bereit das Bett zurück zu bauen, den Tisch zu decken und Kaffee zu kochen. Meine Frau kam mit einer riesen Auswahl an frischen Semmel aus dem Shop und so wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt.
Es war schon spät als wir aus dem Waschbereich kamen und uns überlegten, ob wir jetzt mit dem Linienbus oder dem Camper nach Pertisau fahren. Bis 11:00 Uhr kann man hier maximal stehen und muss für die Zeit danach einen Aufpreis bezahlen. Wir entschlossen uns, mit dem California nach Pertisau zu fahren. Also bezahlte meine Frau und es wurde sogar kein Aufschlag erhoben.

Schnell alles zusammen packen und den Camper abfahrbereit machen. Es ging dann los über Maurach in Richtung Pertisau. Natürlich mit ein paar Zwischenstopp für Fotos und auch einen Geocache. Am See entlang finden sich genügend Parkplätze an den gehalten werden kann. Hier einmal ein paar Eindrücke.





Der Ortseingang von Pertisau lag vor uns und die Parkplätze am Ortsrand waren gut gefüllt mit Gästen. Zum Glück wussten wir von einem großen Parkplatz ganz hinten in Pertisau. Dort fuhren wir hin und es gab noch genügend frei Plätze. Auch ist man hier recht zentral für einen Besuch von Pertisau und dem Tiroler Steinöl Museum , in welches wir wollten.
Und schon standen wir vor dem Tiroler Steinöl Erlebniszentrum. Hier erfährt man im Vitalberg Erlebniszentrum alles über die Herkunft, Bedeutung und Anwendungsvielfalt des Tiroler Steinöls und erlebt die Chronik eines kleinen Familienbetriebes im Karwendelgebirge.





Da man ja einen kleinen Eintrittspreis für das Museum bezahlt, ist auch nicht gestattet dort Fotos zu machen. Aber ich kann jedem der zum Achensee kommt nur raten, das Museum zu besuchen. Im dazugehörenden Shop können anschließend verschiedenste Produkte mit Tiroler Steinöl gekauft werden. Auch wir füllten unseren Vorrat etwas auf.

Jetzt sollte es aber noch eine Etage höher ins Café gehen. Zum einen lockte der Kaffeeduft und auch der Kuchen war uns noch in guter Erinnerung. Aber auch für den großen Hunger stehen ein paar Kleinigkeiten auf der Karte. Auf jeden Fall lohnt es sich hier, auch weil der Blick durch die Fenster hinüber zum Achensee schon einen Besuch wert ist. Und zum Glück ist es jetzt zu dieser Jahreszeit auch nicht so voll in Pertisau. Das hatten wir noch anders in Erinnerung!





Jetzt sollte es aber doch auf den Heimweg gehen. Wir wollten nur noch eben in Kramsach einen Stopp einlegen um den zweiten Campingplatz des Inhabers vom Caravan Park Achensee, Camping Seeblick Toni.  SPF Platz Nr.: #6660
Wir müssen aber im nachhinein sagen, dass es uns in Achenkirch besser gefallen würde obwohl der Seeblick Toni auch an einem schönen Badesee im Alpbachtal, welches im Sommer ein hervorragendes Wandergebiet ist, liegt.

Wir haben genug gesehen, steigen in unseren VW California und fahren in Richtung Heimat. Zum Glück sind es ja nur knapp 180 km bis wir von hier aus wieder im Vorarlberg sind. Damals 2017 waren es schon ein paar Kilometer mehr, vom Ruhrgebiet hier her an den Achensee. Aber die damals getroffene Entscheidung, in Deutschland alles aufzugeben und nach Österreich umzuziehen, haben wir nicht bereut!

Ich hoffe diese kleinen Tipps für eure möglichen Ausflüge oder Aufenthalte haben gefallen gefunden. Der California hat seine Wintertauglichkeit bewiesen und auch der Tausch der Gasflasche auf Propan war eine gute Entscheidung. Nur mit dem schlafen im Aufstelldach hat es diesmal nicht geklappt, aber auch dafür gibt es allerhand aus dem Zubehör, um das Aufstelldach oben warm zu bekommen.

Viel Spaß bei der nächsten Tourenplanung und uns hat es jedenfalls wieder am Achensee gefallen.

LOUDINI


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#4
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